Buchbesprechung des Jugendbuches “ Blitz ohne Donner“
In diesem Buch erzählt die Autorin die Geschichte von Maria und Johannes, die sich kurz vor den Sommerferien das 1. Mal begegnen und sich von Anfang an sehr sympathisch sind. Daraus entwickelt sich eine liebevolle Verbindung zweier Jugendlicher mit allen „Höhen und Tiefen“. Also eine typische Liebesgeschichte. Doch die Beiden sind sehr verschieden, da sie in zwei sehr unterschiedlichen Welten leben.
Maria ist sehr musikalisch und hat ein außergewöhnlich gutes Gehör. Sie spielt Harfe und Klavier und kann auch gut singen. Ihre Welt ist die klassische Musik mit ihren umfangreichen Kompositionen sowie den entsprechenden Komponisten.
Als Arno Ueberholz 2015 durch einen Hörsturz ertaubt, ist plötzlich alles anders. Das einzige Geräusch, das er wahrnehmen kann, ist ein Piepen in seinem Kopf. Dinge wie Schwimmen und Radfahren, die bisher alltäglich waren, sind nicht mehr möglich. Dass er sich trotzdem Stück für Stück Teile seines alten Lebens zurückholt und auch wieder als Sicherheitsingenieur an der Bergischen Universität arbeitet, verdankt er dem Cochlea Implantat (CI). Um andere Betroffene auf diese Option aufmerksam zu machen, gründet er gemeinsam mit zwei Mitstreitenden die Selbsthilfegruppe „Hör zu! CI Café“ – unterstützt durch den Dachverband CIV NRW: Alle zwei Monate kommen zwischen acht und 15 Hörgeschädigte oder Gehörlose im Regionalen Therapie-Zentrum in Wuppertal zu Austausch und Aktivitäten zusammen.
Bild: Arno Ueberholz (l.) bei der ersten Sitzung der Selbsthilfegruppe „Hör zu! CI Café“, Bild © CIV NRW e.V.; Foto: Peter Hölterhoff
Die Berliner Initiative Good Hearing rief zum internationalen Welttag des Hörens der Weltgesundheitsorganisation am 03. März die erfolgreiche Aktion #HIERGEHÖRT ins Leben. In deutschen Großstädten waren Teams mit Messgeräten unterwegs, um die Lautstärke von beliebten, aber auch belebten Plätze zu messen und die entsprechende Dezibel-Anzahl mit Kreide-Graffitis sichtbar zu machen. Darunter befand sich die Warschauer Brücke in Berlin, die belebte Reeperbahn in Hamburg und der Marienplatz in München sowie stark frequentierte Straßenkreuzungen. Alle Spots weisen in Spitzenzeiten eine bedenklich hohe Lautstärke auf und belasten bei einer Dauerbeschallung nicht nur das Gehör, sondern sorgen langfristig für eine Hörschädigung.
Bild: Mit der Aktion #HIERGEHÖRT wollen Jana Bürkert und Tim von Klitzing darauf aufmerksam machen, welchem Lärm wir uns tagtäglich zuhause, auf der Straße, im Büro oder beim Konzertbesuch aussetzen. Quellenangabe: "Good Hearing Initiative"
Ein voller Erfolg!
Bei der NRW Selbsthilfe-Tour 2018 wurde auf über 40 Veranstaltungen in ganz NRW für das Thema Selbsthilfe geworben.
Gespräch mit Annabelle Fischer, Therapiezentrum für Hörgeschädigte
Annabelle Fischer hat Hörgeschädigtenpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg studiert und arbeitet im Team der Praxis Hanik in München.
Die Praxis in München-Laim wurde 1985 von Roland Hanik gegründet und ist das Therapiezentrum für Hörgeschädigte in München. Im Laufe der Jahre konnte das Zentrum vielfältige eigene Therapieprogramme und Übungssequenzen zum Absehen, Hören und Sprechen entwickeln. Im Angebot ist Hörtraining für CI und Hörgerät, Absehen und Artikulationstherapie, Sprachtherapie für Kinder und Jugendliche. Aber auch Therapien zur „Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung“ (bei AVWS ist die Verarbeitung und Wahrnehmung von Höreindrücken im Gehirn beeinträchtigt) werden angeboten. Nicht zuletzt befasst sich das Therapiezentrum mit dem Thema „Hörgeschädigte in der Berufswelt“.
Live - Fernanpassung bei der Fa. auric in Herne
Immer mehr ertaubte Menschen erhalten ein Cochlea Implantat. In NRW sind es bereits ca. 16000, in Deutschland ca. 50000. All diese Menschen müssen lebenslange Nachsorge erhalten. Wie ist die Menge an Patienten zu bewältigen? Die Fa. auric aus Rheine entwickelte bereits 2008 zusammen mit dem Deutschen HörZentrum der MHH das Remote – Fitting – System (aRFS). Über direkten Datentransfer finden die Nachjustierungen des CIs statt. Diese Fernanpassung hat sich mittlerweile etabliert. Die Patienten haben nicht mehr die weiten Wege zur MHH, sondern können in einem der Remote-Fitting-Centren von auric wohnortnah angepasst werden. Unterstützt durch eine Telefon- und Videoverbindung, kann eine Fernabstimmung der Geräte in der auric Filiale vor Ort durch die Techniker in Rheine vorgenommen werden.
Bild: (v.r.) Marion Hölterhoff, Britta Tesch, Stefan Beuker und Olaf Delker (im Monitor zu sehen) - Foto: Peter Hölterhoff
Weiterlesen: Wohnortnahe Nachjustierung des CIs dank des Remote-Fitting-Systems
Kreuztal, im Februar 2019
„Ganz Ohr… - Mit CI dazu geHören!“ - Unter diesem Motto feierte die CI-SHG Südwestfalen am 2. Februar 2019 ihr 10 jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Weißen Villa (Dresslers Park) in Kreuztal, die von Ricarda Wagner, Leiterin der SHG, eröffnet wurde. Durch das weitere Programm führte anschließend Dr. Gerd-Donald Rämsch, Mitglied der CI-SHG Südwestfalen.
Veranstalter war die Klinik für Hals, Nasen- und Ohrenheilkun-de der Universitätsklinik Gießen/Marburg. Ca. 120 Besucher waren der Einladung der CI-SHG Südwestfalen gefolgt.
Um eine effiziente Beratung gewährleisten zu können, nehmen Mitglieder des Vorstandes in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Veranstaltungen der CI- Hersteller teil. Im Januar konnten wir, Marion, Rolf und ich auf einem Workshop der Firma Med-El die neuen Produkte, die Technik und viel Wissenswertes rund ums CI kennenlernen. Der Workshop fand dieses Mal in Rotenburg a. d. Fulda statt.
24.01.2019 Begrüßungsempfang
Die Anreise nach Rotenburg a. d. Fulda ins Göbels Hotel Rodenberg verlief ohne größere Probleme und so konnten wir um etwa 15 Uhr einchecken. Mit Tagungskapazitäten für bis zu 450 Personen und einer Veranstaltungsfläche von 2000 m² für bis zu 2.750 Personen zählt das 4- Sterne Hotel in Rotenburg zu den größten Event- und Business-Hotels der Region. Das familiengeführte Hotel liegt auf dem Rodenberg hoch oben über dem romantischen Fuldatal und bietet einen herrlichen Blick über die schöne Fachwerkstadt Rotenburg an der Fulda.
Taubblindenpädagogik: Deutschlandweit erste Professur eingerichtet
An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde zum Wintersemester 2018/2019 die deutschlandweit erste Stiftungsprofessur für Taubblinden- / Hörsehbehindertenpädagogik eingerichtet. Die Hochschule leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Gestaltung einer Gesellschaft, die Menschen mit Behinderung erfolgreich inkludiert. Die Professur ist seit dem 1. Oktober 2018 mit Professorin Dr. Andrea Wanka besetzt; der Auftakt fand heute (9. Januar 2019) in Anwesenheit zahlreicher namhafter Gäste statt. Möglich wird die Professur durch eine Förderung der Friede Springer Stiftung mit Sitz in Berlin; für die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist es die erste Stiftungsprofessur.
Bild: Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Eva Luise Köhler, Professorin Dr. Andrea Wanka und Professor Dr. Klaus Sarimski (v.l.) - PHHD | Presse
Unter dem Motto Wir hilft findet vom 18. bis zum 26. Mai 2019 die erste bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe statt, an der sich auch der CIV NRW e.V. beteiligt.
Selbsthilfe ist heute vielfältig, bunt und für viele Menschen zur Bewältigung ihres Alltags unverzichtbar.
Selbsthilfe ist auch und gerade in Zeiten des Internets und sozialer Netzwerke bei gesundheitlichen Problemen und in anderen schwierigen Lebenssituationen eine attraktive, aktuelle Unterstützungsform.
Die Aktionswoche möchte erreichen, dass sich noch mehr betroffene Menschen für die Selbsthilfe interessieren und Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen neue Mitglieder gewinnen.
Die Aktionswoche Selbsthilfe ist eine Initiative des Paritätischen Gesamtverbandes und der Paritätischen Landesverbände.
Der CIV NRW e.V. nimmt mit dem Fotoworkshop Teil 3 (Dozentin Michala Gohlke) an der Aktion teil. Infos hier >>>
Gemeinschaftliche Selbsthilfe
Selbsthilfe bedeutet, Anliegen oder Probleme und deren Lösung selbst in die Hand zu nehmen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten gemeinsam mit anderen aktiv zu werden! Menschen, die in der Selbsthilfe aktiv sind, wissen:
Wir verbindet – Wir stärkt – Wir hilft.
Weitere informationen zur Aktion folgen.
Unter dem Titel: „Im Fokus: Patientenorientierung in Nordrhein-Westfalen – Kompetenzen entwickeln, Zusammenarbeit stärken“, fand im Jahrhunderthaus in Bochum die dritte Tagung der Patientenvertretung in Nordrhein-Westfalen statt.
Der CIV NRW e.V., vertreten durch die Vorstandsmitglieder Marion und Peter Hölterhoff, hat an der Fachtagung der Patientenbeteiligung NRW am 03.12.18 in Bochum teilgenommen. Die Fachtagung wurde durch Workshops ergänzt.
Die Patientenbeteiligung NRW ist in Zeiten, in denen Pharmakonzerne die UPB kontrollieren, ein wichtiger und unabhängiger Interessenvertreter der Patienten.
Bild: Manuela Anacker, Claudia Middendorf, Sigrid Averesch- Tietz, Ansgar von der Osten, Dr. Michael Spörke, Foto: Marion Hölterhoff
Kriterienkatalog unterstützt die Bewertung von Gesundheits-Apps
Im Forschungsprojekt »APPKRI – Kriterien für Gesundheits-Apps«, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), hat Fraunhofer FOKUS einen umfassenden Kriterienkatalog für die Bewertung von Gesundheits-Apps entwickelt. Die frei zugängliche Webanwendung wird am 6. November freigeschaltet.
Derzeit nutzen in Deutschland etwa 81% der Menschen älter als 13 Jahre Smartphones. Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat bereits eine App mit Bezug zu Gesundheitsthemen auf dem Smartphone oder Tablet installiert.
HIS-HE-Forum Hochschulbau „Weg frei! Für eine Hochschule ohne Barrieren“
„Zugang für alle lebendig erleben“: Am 10. und 11. September 2018 schauten die Teilnehmer des diesjährigen Forums Hochschulbau des HIS-Instituts für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) aus unterschiedlichen Perspektiven auf Barrieren an einer Hochschule.
Der Geschäftsbereich Bauliche Hochschulentwicklung von HIS-HE aus Hannover regte Hochschulakteure zur zweitägigen Zusammenarbeit zum Thema Barrierefreiheit an. Leitfrage der Veranstaltung: Wie kann dem Wunsch nach mehr Austausch von Baufachleuten verschiedener Einrichtungen und Spezialisten zum Thema Barrierefreiheit nachgekommen werden?
- „Schwerhörige brauchen den Kontakt zu Gleichbetroffenen“
- Hörsinn- und Führerschein-Schlüsselzahl – Bürokratischer Blödsinn?
- 1. Sitzung des „Beirates KSL MSi NRW
- Luftballons - gedreht und abgehoben
- Selbsthilfe trifft Hochschule
- Begegnung mit der Deutschen Gebärdensprache
- Neues Hören in Hagen
- Wohnregion wirkt sich auf Engagement Älterer aus
- Tag des Ohres
- Im Saarland hört man besser
